Grubengeschichte IX

21. Oktober 2009

Das Licht am Horizont blendet mich, ich schließe die Augen und sitze unversehens wieder an dem Tisch, an dem ich vor einigen Tagen gesessen habe. Vor mir ist das Modell aufgebaut. Die Masse der Stühle liegt derweil noch im Atelier und würde die Dimension sprengen, wenn deren Maßstab nicht mit 1 zu 50 auf ein ansprechendes Maß geschrumpft wäre.

Um den Tisch verteilt die Mitspieler und diejenigen, die es gilt zu überzeugen.

Die Sternschnuppe, die ich an diesem Morgen gesehen habe, hat das positive Gefühl mit in den Raum getragen. Nun noch die Bilder in die richtige Reihenfolge bringen und in Worte transferieren. Am Ende des Redens steht das erträumte JA und wenn ein Termin gefunden ist, gibt es kein zurück mehr.

So richtig habe ich es noch nicht realisiert und glauben kann ich es erst, wenn wir das nächste Mal um diesen Tisch sitzen und die Termine stehen.

Die Grube füllt sich. Ich öffne die Augen.


Heimat, kein Plural II

16. Oktober 2009

 Nachzureichen ist die zweite, ausgestellte Arbeit von mir, neben „Zahnspange“, in der sehenswerten Jahresausstellung des BBK Braunschweig.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen in dem die Positionen der einzelnen, teilnehmenden Künstler dargestellt sind.

heim@

„heim@“, 2009, Linoldruck und Acryl auf Spanplatte, 45 x 60 cm


Blick zurück

12. Oktober 2009

Blick zurück

Das Ende der Auszeit ist erreicht.


Blick hinein – 39. Woche

25. September 2009

Der Blick hinein ist nach vorn, nach aussen gerichtet. Aus dem Atelier heraus in Richtung Norden. Salzluft riechen, den Kopf  frei bekommen und dem Rauschen lauschen.

14 Tage unerreichbar sein (fast jedenfalls). Die Gedanken einfach fliessen lassen, im dampfenden Tee Geschichten lesen und dem Knistern des Holzfeuers zuhören.

Aus dieser Asche auftauchen, mit neuen Ideen die alten Bilder übermalen.

Also, bis in 14 Tagen. Ich schalte ab…


Heimat, kein Plural!

24. September 2009

Zahnspange

„Zahnspange“, 2009, Acryl auf Spanplatte, 60 x 45 cm

Quellenangabe: Text mit freundlicher Genehmigung Judith Kuckart und Shirana Shabazi, „Wer dreimal die gleiche Bar betritt hat ein Zuhause im Stehen“, JRP Ringier Kunstverlag, Zürich 2006 

„Zahnspange“ ist eine der Arbeiten, die von mir in der Jahresausstellung „Heimat, kein Plural!“ des BBK Braunschweig, in der Torhaus-Galerie, zu sehen sein wird.

Die Eröffnung der sehenswerten Ausstellung, die die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten des Themas und somit auch des Jahresprogramms widerspiegelt, erfolgt am 8. Oktober um 20 Uhr in der Humboldstrasse 34, in Braunschweig, und ist dann, zu den gewohnten Öffnungszeiten bis zum 8. November, in beiden Torhäusern, zu sehen.


Blick hinein – 38. Woche

22. September 2009

38te


Umkleideraum

21. September 2009

Umkleide

„Umkleideraum“, 2007, Mischtechnik auf Sperrholz, 100 x 261 cm (2-teilig á 100 x 130 cm)

Eine Arbeit aus der Serie von großformatigen Arbeiten, die über das ehemalige Wolfsburger Hallenbad entstanden sind. Die eingebundenen, als Grundlage für die Arbeit dienenden Fotografien sind entstanden, als sich das Gebäude im Übergang von seiner ursprünglichen, zu seiner jetzigen Nutzung als Zentrum Junger Kultur, befand.


Flurstück 7/1

19. September 2009

Flurstück 7_1

„Flurstück 7/1″, 2005, Mischtechnik auf Spanplatte, 60 x 40 cm

aus der Multiple-Serie „Flurstücke“, die sich lediglich durch die Nummerierung unterscheiden. Sie entspricht den Nummerierungen in den Treppenhäusern der Gebäude, die zum PRORA-Komplex auf Rügen gehören.


Grubengeschichte VIII

17. September 2009

An der Nord-, wie auch an der Südseite der Grube befinden sich Erhöhungen, von denen ein uneingeschränkter Blick hinein gewährleistet ist. Ich habe die Südseite erklommen und aus einem leichten Überhang blicke ich in die Fläche, die glänzt und spiegelt, die sich den Konturen der Grube angepasst hat.

Die Gedanken schweifen zu dem Modell, dass in perfekter Weise diese vor mir liegenden Konturen nachbildet. Ich werde es auf dem Arbeitstisch drehen müssen, damit ich genau diese, jetzt vor mir liegende Blickachse „nachsehen“ kann.

Das Bild des Modells überlagert die Realität. Ich sehe, wie sich die Fläche langsam von Norden her füllt. Dunkelheit bricht herein. Ein Lichtkegel wandert über die wogende Fläche, wirft Schatten. Von unten ist leicht der Geruch von feuchter Erde wahrnehmbar. Die Welt um mich herum hat sich aufgelöst, lässt mich ruhig sitzen.

Schlafwandler wollen nicht geweckt werden.

John Lennon säuselt mir ins Ohr, ich sei nicht der einzige Träumer. Gerne glaube ich ihm, verharre und spiele den Tropfen, der den Stein höhlt, damit diese Grube sich dem Modell angleichen kann.


Blick hinein – 37. Woche

15. September 2009

37te