Grubengeschichte VI

29. Juli 2009

„Baust du dir etwa einen Sarg?“

Etwas ungläubig habe ich auf diese Frage sicherlich geschaut. Dann der Blick auf mein fertiggestelltes Schiff, das auf der Schräge des Grubenmodells platziert ist.

Ich gebe ja zu, ein wenig abstrakt wirkt das Ganze sicherlich, dafür erhebt das Modell auch keinen Anspruch auf ein reales Abbild. Wenn die Realität sich durchgerungen hat Realität zu sein, dann schwimmt es in der gefluteten Grube in entsprechender Größe. Und wenn dazu Peter Gabriel mit „Here comes the flood“ die Ohren auffordert, die Schallwellen seiner Musik über das Rauschen in der Grube zu legen, dann wird die Eingangsfrage, auch ohne beantwortet zu sein, keine Bedeutung mehr haben.  

Grube Schiff


Blick hinein – 30. Woche

24. Juli 2009

Positon Hand


Ort

23. Juli 2009

Ort Arbeit

„Ort“, 2009, 60 x 45 cm, Mischtechnik auf Leinwand auf 16 mm Spanplatte

Ort“ ist eine von drei Arbeiten, die in den letzten Wochen für die Jahresausstellung des BBK Braunschweig entstanden sind, die im Oktober mit dem Titel „Heimat-kein Plural“ eröffnet wird.

Die, hier nicht zu sehenden Arbeiten, werden in der Ausstellung gezeigt. Die Arbeit „Ort“, wird nicht dort zu sehen sein.

So nutze ich die Gelegenheit sie an diesem Platz auszustellen. Zumal mir diese Aussortierte, bei jedem neu Betrachten, immer besser gefällt.


Wandlung

22. Juli 2009

Während sich der Bau der Gußform für das Objekt aus Stuhl und Hand dem Ende neigt, geht mit dem Stuhl die notwendige Wandlung vor sich.

Zum Sitzmöbel hat er schon lange nicht mehr getaugt, da ihm seit langer Zeit die Sitzfläche abhanden gekommen ist, nun verschwindet auch noch die Lehne. Damit ist aus dem ehemaligen Stuhl fast ein Hocker geworden, wenn nicht auch hier das Problem mit der Sitzfläche wäre. Aber wie gesagt, das Sitzmöbel hat ausgedient und wird Teil des seit langer Zeit gedachten Objektes. 

Wandlung I  Wandlung II

Wandlung III


Blick hinein – 29. Woche

18. Juli 2009

29te zweiDer Stuhl hat lange warten müssen, bis es mit dieser Arbeit weitergeht. Doch war ich mir lange Zeit unsicher, wie ich das Objekt zum Stehen bekommen soll. Auch bei einem Stuhl kann sich das manchmal als nicht so einfach darstellen. Nun wird er in Beton eingegossen und die Form dazu ist am Entstehen.

Kein STÜHLERÜCKEN, UMFALLEN und auch kein KIPPELN mehr.

Wie geht es da bloß mit dem Suppenkasper weiter??

29te eins


Grubengeschichte V

15. Juli 2009

Aus geeigneter Entfernung betrachtet und wenn ich mir vor Augen führe, dass selbst erfahrene Landvermesser dafür gesorgt haben, dass Autobahnen nicht zueinander gefunden haben, ist mein kleiner Zahlenfehler aus der Grubengeschichte II leicht zu verschmerzen. Zumal der Fehler schon auf einen Teil des Breitengrad hingewiesen hat, auf dem die Grube tatsächlich existiert.

Der Fehler hat die Suchenden ca. 25 km in westlicher Richtung suchen lassen. Danke an den einen, der mich informiert hat, da er auf diesem falsch angegebenen Längengrad keine Grube finden konnte, die nicht schon vollgelaufen war, als Badetümpel oder Fischteich diente und zu gegebener Tageszeit als Startplatz riesiger Mückenschwärme.

Der Fehler ist korrigiert, der fehlerhafte Wert überschrieben und in der Grubengeschichte II steht jetzt der richtige Längengrad, der direkt durch die Grube führt, von der hier berichtet wird.

Mit etwas Spitzfindigkeit ausgestattet, könnte ich mich mit diesen Geschichten jetzt selbst in Frage stellen, da Geschichten gewöhnlich mit den Worten „es war einmal“ beginnen und das Ende auch jedem, aus seiner eigenen Kindheit bekannt, sein sollte.


Edizione dell’arte No. 4

10. Juli 2009

Ein kleiner, schöner Wettbewerb, zum Ausprobieren neuer Bildideen. Durchgeführt durch den BBK Braunschweig in Verbindung mit einem befreundeten Weinhaus.

Hier das Ergebnis mit den Teilnehmern.


Blick hinein – 28. Woche

10. Juli 2009

… auf ein Stück…

28te


Grubengeschichte IV

9. Juli 2009

Ich fühle mich in das Jahr 1977 zurück versetzt. In diesem Jahr kam Steven Spielbergs Science Fiction Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ in die Kinos. 

Darin hat der Elektriker Roy Neary nach einer Begegnung mit einem UFO an einem Bahnübergang, die Vorstellung einen Berg nachbauen zu müssen. Dieser Berg entpuppt sich im Verlauf  der Geschichte als der Devil’s Tower in Wyoming, an dem es zu einer friedlichen Begegnung mit Ausserirdischen kommt.

Bei seiner Besessenheit den Berg, den er erst nur als Vision vor seinem geistigen Auge hat, in seinem Wohnzimmer nachzubauen, wird er von seiner Familie vorsichtshalber verlassen. Zur Baumaterialbeschaffung verwüstete er zuvor noch den eigenen Garten und auch den der Nachbarn.

Meine eigene Besessenheit konzentriert sich nun ebenfalls auf einen Nachbau. Es ist, nachdem ich die Maße in den Händen halte, eben diese Grube, die seit einigen Tagen vermehrt meine Gedankenwelt erfüllt. Für den Ort des Nachbaus muss mein Atelier herhalten, so dass die Gefahr des Verlassenwerdens geringer anzusehen ist. 

Doch alles notwendige Material ist noch nicht beschafft.


negativ/positiv

6. Juli 2009

27te III

Zahnspange Detail