15. November 2009
Die Lücke, die sich seit dem letzten Blick in das Atelier aufgetan hat, wird sich im Laufe der nächsten Wochen, vielleicht auch Monate schließen. Es kann allerdings auch vorkommen, dass der eine oder andere Schritt unerkannt in diese Wochen gehört, dieses aber nie erwähnt wird.
Viel ist passiert. Das nächste Jahr hat sich mit Arbeit gefüllt und ich muss vorsichtig sein, damit ich nicht die benötigte Zeit aus den Augen verliere. Auch gab es Tage, da habe ich mich in die Wüste gesehnt, der Feuchtigkeit entfliehen, die sich in diesem November wieder auf der Erde ausbreitet, und die dafür gesorgt hat, dass ich hier sitze und mit feuchten Haaren diese Zeile schreibe. Diese Tage sind mir in einem Gespräch die Worte begegnet, der November sei der unfreundlichste Monat. Die Dunkelheit macht sich breit, es ist noch nicht kalt, aber auch nicht mehr warm und auch die Zeit für die Weihnachtsvorbereitung zu früh. Auch wenn uns die Auslagen in den Geschäften eine andere Geschicht erzählen. Eine Unzeit eigentlich, angefüllt mit Tagen die man verschlafen sollte und mit solchen Worten, war ich an einigen Zeiten kurz davor, aus dem Atelier einen schönen Raum zu schaffen, der rein gar nichts mehr mit Kunst zu tun hat.
Doch diese Gedanken, kaum gedacht, haben sie sich der Absurdität zugewandt. Also Blick hinein in den dampfenden Tee und da sitze ich in meinem orientalischen Zelt unter einem alles umspannenden Himmelszelt.
Schlafe ein und wache auf.

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25. September 2009
Der Blick hinein ist nach vorn, nach aussen gerichtet. Aus dem Atelier heraus in Richtung Norden. Salzluft riechen, den Kopf frei bekommen und dem Rauschen lauschen.
14 Tage unerreichbar sein (fast jedenfalls). Die Gedanken einfach fliessen lassen, im dampfenden Tee Geschichten lesen und dem Knistern des Holzfeuers zuhören.
Aus dieser Asche auftauchen, mit neuen Ideen die alten Bilder übermalen.
Also, bis in 14 Tagen. Ich schalte ab…
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Verfasst von veitraum
25. August 2009
Die Miniaturisierung setzt ein. Die ersten 10 von annähernd 800 Stühlen im Maßstab von 1 zu 50 haben sich aufgereiht.
Die Augen werden schlechter und kein Assistent in Sicht.

Beim Blättern durch diese Seiten fällt mir auf, dass die Stühle eine größere Rolle in meinen Arbeiten spielen, als mir bisher bewußt war.
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Verfasst von veitraum
24. August 2009
Der Blick hinein folgt diesmal keinem Blick durch das Objektiv. Es geht hinein in das Denken, in die Beschäftigung mit den Ideen, die sich weiter auf die Papiere, in die Fingerspitzen drängen, die die richtigen Punkte auf der Tastatur treffen, um die Mitteilung verständlich erscheinen zu lassen.
Wie sehr hat dieses Medium das Arbeiten verändert. Habe ich in der Vergangenheit noch Bilderchen von fertigen Arbeiten auf Papiere geklebt, mühsam beschriftet, ist nun doch einiges an Arbeit fortgefallen, dafür auch Neues aufgetaucht.
Auch kommt es immer wieder vor, dass durch die Möglichkeiten, die dieses Medium bietet, festgestellt werden muss, dass die eigenen Gedanken nicht nur die eigenen sind, sondern viele in die selbe Richtung schauen, arbeiten. Ich frage mich dann immer, ist es hinderlich dieses zu wissen, oder sollte ich mich davon nicht beeinflussen lassen, doch ist schon das Wissen darum Beeinflussung. Denke aber einfach weiter zu arbeiten in die Richtung, die mir die Beschäftigung mit den eigenen Ideen vorgeben. Den eigenen Weg weiter beschreiten, dann auch gegen die Unbilden der Klüngelei, die mich im Zuge von Wettbewerben doch manchmal zweifeln lassen, ob das Hinaustragen der Ideen auf diesem Wege zum Ziel führen oder ob beharrliches Umschmeicheln von Entscheidungsträgern nicht hilfreicher wäre.
Raus aus meiner Haut möchte ich dann aber doch nicht, denn am Ende glaube ich daran, dass der eingeschlagene, schwierigere Weg die Ideen sich am Besten entwickeln läßt und dadurch auch das Spiegelbild weiter grüßt.
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17. August 2009
Die Tage vergehen, werden kürzer, die Sonne brennt vom Himmel und ich ducke mich vor dieser Tastatur und schreibe mir mit neuen Ideen die Fingerkuppen platt. Doch auch das muss sein, aufschreiben, mitteilen.
So bleibt er aus der Blick hinein und wird zum Blick darauf, ein Blick auf eine Spielerei, die ich mir vor einiger Zeit angewöhnt habe und die keine Frucht vor mir sicher macht, die abgeschnitten, in ihrem Lebensraum aus einer Blüte entstanden, nun zwischen einem Stück Papier und einem Gegenstand gequetscht ein neues Bild ergibt.

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Verfasst von veitraum
8. August 2009

Mindestens 30° Celsius brachten mich auf den Gedanken den richtigen Zeitpunkt erreicht zu haben, den Beton mit der Hand anzurühren. Der Blick wird somit ins Freiluftatelier gelenkt werden.
Die Arbeit konnte ich fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit erledigen. Der Ort wirkte wie ausgestorben, denn wer es schaffte, zog sich in die Kühle der Häuser zurück.
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Verfasst von veitraum