Grubengeschichte X

3. Dezember 2009

Glück auf!

Und da bringt sich die Erinnerung wieder ein. So singt man eigentlich nicht und genau deswegen hat sich der Beginn dieses Liedes, dieser LP, so tief festgesetzt. “Tief im Westen“, der Beginn von „Bochum“ auf Herbert Grönemeyers schwarzer Venylscheibe, die noch im Keller steht und den ich mir Dank dieses Mediums, in dem ich hier schreibe, noch einmal live ansehen konnte. Damals, als die Welt noch Schwarz-Weiß war und der Westen keine 15 Kilometer östlich von hier begann und Berlin eine Insel war.

1984 war das und nun 25 Jahre später wird die „Grubengeschichte“ mit diesen Zeilen zuende gehen. Nicht mit den bekannten Zeilen „und wenn sie nicht gestorben sind….“, sondern mit dem Wissen, dass die Grundlage, die zum Beginn dieser Geschichte führte, eine positive Entwicklung genommen hat, so dass das nächste Jahr die Umsetzung erfolgen wird.

Für mich gilt es noch die fehlenden Koordinaten nachzuliefern, was hiermit erledigt ist.

Die Grube befindet sich auf 52°25′25,89″ nördlicher Breite und 10°46′56,50″ östlicher Länge.

Wie es weiter geht, werde ich zu gegebener Zeit hier berichten. 

„wer wohnt schon in Düsseldorf“


Blick hinein – 46. Woche

15. November 2009

Die Lücke, die sich seit dem letzten Blick in das Atelier aufgetan hat, wird sich im Laufe der nächsten Wochen, vielleicht auch Monate schließen. Es kann allerdings auch vorkommen, dass der eine oder andere Schritt unerkannt in diese Wochen gehört, dieses aber nie erwähnt wird.

Viel ist passiert. Das nächste Jahr hat sich mit Arbeit gefüllt und ich muss vorsichtig sein, damit ich nicht die benötigte Zeit aus den Augen verliere. Auch gab es Tage, da habe ich mich in die Wüste gesehnt, der Feuchtigkeit entfliehen, die sich in diesem November wieder auf der Erde ausbreitet, und die dafür gesorgt hat, dass ich hier sitze und mit feuchten Haaren diese Zeile schreibe. Diese Tage sind mir in einem Gespräch die Worte begegnet, der November sei der unfreundlichste Monat. Die Dunkelheit macht sich breit, es ist noch nicht kalt, aber auch nicht mehr warm und auch die Zeit für die Weihnachtsvorbereitung zu früh. Auch wenn uns die Auslagen in den Geschäften eine andere Geschicht erzählen. Eine Unzeit eigentlich, angefüllt mit Tagen die man verschlafen sollte und mit solchen Worten, war ich an einigen Zeiten kurz davor, aus dem Atelier einen schönen Raum zu schaffen, der rein gar nichts mehr mit Kunst zu tun hat.

Doch diese Gedanken, kaum gedacht, haben sie sich der Absurdität zugewandt. Also Blick hinein in den dampfenden Tee und da sitze ich in meinem orientalischen Zelt unter einem alles umspannenden Himmelszelt.

Schlafe ein und wache auf.

46te


Grubengeschichte IX

21. Oktober 2009

Das Licht am Horizont blendet mich, ich schließe die Augen und sitze unversehens wieder an dem Tisch, an dem ich vor einigen Tagen gesessen habe. Vor mir ist das Modell aufgebaut. Die Masse der Stühle liegt derweil noch im Atelier und würde die Dimension sprengen, wenn deren Maßstab nicht mit 1 zu 50 auf ein ansprechendes Maß geschrumpft wäre.

Um den Tisch verteilt die Mitspieler und diejenigen, die es gilt zu überzeugen.

Die Sternschnuppe, die ich an diesem Morgen gesehen habe, hat das positive Gefühl mit in den Raum getragen. Nun noch die Bilder in die richtige Reihenfolge bringen und in Worte transferieren. Am Ende des Redens steht das erträumte JA und wenn ein Termin gefunden ist, gibt es kein zurück mehr.

So richtig habe ich es noch nicht realisiert und glauben kann ich es erst, wenn wir das nächste Mal um diesen Tisch sitzen und die Termine stehen.

Die Grube füllt sich. Ich öffne die Augen.


Heimat, kein Plural II

16. Oktober 2009

 Nachzureichen ist die zweite, ausgestellte Arbeit von mir, neben „Zahnspange“, in der sehenswerten Jahresausstellung des BBK Braunschweig.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen in dem die Positionen der einzelnen, teilnehmenden Künstler dargestellt sind.

heim@

„heim@“, 2009, Linoldruck und Acryl auf Spanplatte, 45 x 60 cm


Blick zurück

12. Oktober 2009

Blick zurück

Das Ende der Auszeit ist erreicht.


Blick hinein – 39. Woche

25. September 2009

Der Blick hinein ist nach vorn, nach aussen gerichtet. Aus dem Atelier heraus in Richtung Norden. Salzluft riechen, den Kopf  frei bekommen und dem Rauschen lauschen.

14 Tage unerreichbar sein (fast jedenfalls). Die Gedanken einfach fliessen lassen, im dampfenden Tee Geschichten lesen und dem Knistern des Holzfeuers zuhören.

Aus dieser Asche auftauchen, mit neuen Ideen die alten Bilder übermalen.

Also, bis in 14 Tagen. Ich schalte ab…


Heimat, kein Plural!

24. September 2009

Zahnspange

„Zahnspange“, 2009, Acryl auf Spanplatte, 60 x 45 cm

Quellenangabe: Text mit freundlicher Genehmigung Judith Kuckart und Shirana Shabazi, „Wer dreimal die gleiche Bar betritt hat ein Zuhause im Stehen“, JRP Ringier Kunstverlag, Zürich 2006 

„Zahnspange“ ist eine der Arbeiten, die von mir in der Jahresausstellung „Heimat, kein Plural!“ des BBK Braunschweig, in der Torhaus-Galerie, zu sehen sein wird.

Die Eröffnung der sehenswerten Ausstellung, die die vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten des Themas und somit auch des Jahresprogramms widerspiegelt, erfolgt am 8. Oktober um 20 Uhr in der Humboldstrasse 34, in Braunschweig, und ist dann, zu den gewohnten Öffnungszeiten bis zum 8. November, in beiden Torhäusern, zu sehen.


Blick hinein – 38. Woche

22. September 2009

38te


Umkleideraum

21. September 2009

Umkleide

„Umkleideraum“, 2007, Mischtechnik auf Sperrholz, 100 x 261 cm (2-teilig á 100 x 130 cm)

Eine Arbeit aus der Serie von großformatigen Arbeiten, die über das ehemalige Wolfsburger Hallenbad entstanden sind. Die eingebundenen, als Grundlage für die Arbeit dienenden Fotografien sind entstanden, als sich das Gebäude im Übergang von seiner ursprünglichen, zu seiner jetzigen Nutzung als Zentrum Junger Kultur, befand.


Flurstück 7/1

19. September 2009

Flurstück 7_1

„Flurstück 7/1″, 2005, Mischtechnik auf Spanplatte, 60 x 40 cm

aus der Multiple-Serie „Flurstücke“, die sich lediglich durch die Nummerierung unterscheiden. Sie entspricht den Nummerierungen in den Treppenhäusern der Gebäude, die zum PRORA-Komplex auf Rügen gehören.