Statement

Die Grundlage für das kreative Arbeiten gestaltet sich aus einer Suche heraus, die auf den Menschen ausgerichtet ist.

Welche Spuren hat das Leben hinterlassen, wie gehen wir mit unseren Erinnerungen um, welchen Einfluss haben diese auf unsere Entwicklung, wie haftet Geschichte an den uns umgebenden Dingen und Orten? Dieses sind Fragen, die einer ständigen Reflektion unterzogen werden wollen.

Ebenso haben Dinge, die ein Echo hinterlassen, die mich verfolgen, die mich heimsuchen ohne gefragt zu haben ob ich dieses auch möchte, Einfluss auf die Inhalte meiner Arbeiten.

Die künstlerische Form ist nicht festgelegt. Die Wahl der Mittel für die Umsetzung der Arbeiten ist jeweils offen, richtet sich nach der gewünschten Aussage sowie nach dem Kontext des umgebenden Raumes. Fotografie, Malerei und Installation stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander.

Aus dem Wunsch heraus, den Austausch mit anderen Kunstformen zu suchen, erweitern interdisziplinäre Projekte das eigene Œuvre. Neue Verbindungen werden gelegt.

Bei der Werkgruppe der aktuellen Fotoarbeiten, die als Collagen ausgeführt sind, bilden Scans aus Zeitungen/Zeitschriften bzw. eigene Fotografien die Grundlage der Bearbeitung. Kennzeichnend für diese Werkgruppe ist das quadratische Format.

2016_TANZ_kD       2016_AUGE_kD

Zwischen den einzelnen Arbeiten gibt es jeweils Bezüge zueinander bzw. zu vergangenen/vorhandenen Arbeiten. Hier die Tänzerin („Tanz“ 2016), die bei einer Performance im Kunstverein Wolfsburg (2011) meine Arbeit „ausgespielt“ von 2006 verändert. Der Bussard, der ruhig auf das Ende des Tanzes wartet und durch das Loch in der Wange der Frau, diesmal den Betrachter der Arbeit beäugt („Auge“ 2016). Es gibt weitere Geschichten, die sich um jede einzelne dieser Arbeiten bauen lassen, doch ein wenig Anteil an der Interpretation der Arbeit muss dem realen Betrachter überlassen werden.

Allen Arbeiten liegt ein identischer Aufbau zugrunde. Die Fotoarbeit liegt zwischen dem Bildträger aus Holz in der Größe 74x74x2,5 cm und einer, auf das Fotopapier aufgetragenen Schlussfirnisschicht.

Eine Firnisschicht bildet den Abschluss aller Arbeiten, die über die Jahre auf der Grundlage von Fotografien entstanden sind. Sie liegt auf der glänzenden Oberfläche des fotografischen Abzugs und erzeugt einen gemäldeähnlichen Glanzgrad. Mit der Haptik verändert sich auch die Wahrnehmung.

Jede Arbeit steht für sich als Einzelarbeit, findet sich jedoch nicht losgelöst aus dem Kontext bereits fertiger bzw. noch entstehender Arbeiten. Sie verweigern sich dem schnellen Konsum und dem Perfekten.

Keine Schublade passt. Die Spurensuche geht weiter.

Juni 2017

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